Einen vom Stinktier angesprühten Hund versorgen

Опубликовал Admin
2-09-2017, 14:00
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Es gibt wenige Dinge, die von Geruch her auch nur annähernd so widerlich sind, wie ein Hund, den ein Stinktier erwischt und angesprüht hat. Dieser durchdringende Geruch verzieht sich auch nicht, sondern breitet sich eher noch aus. Der Geruch selber ist gewöhnlich das größte Problem. Stinktier Spray kann jedoch gelegentlich auch noch zusätzliche — eventuell sogar ernste — Gesundheitsprobleme bei einem anggesprühten Hund auslösen. Du kannst diese vermeiden, wenn du weißt, was man für einen vom Stinktier erwischten Hund tun kann.

Einen vom Stinktier besprühten Hund behandeln

  1. Verstehe die Chemie, die hinter dem Geruch steckt. Der geruchsintensive Teil des Stinktiersprays kommt von Chemikalien, die Thiole genannt werden. Diese intensiv riechenden Öle kleben am Tier fest und verursachen den Geruch. Leider kann man diese Öle nicht einfach schamponieren und abwaschen.
    • Vergiss auch den sich hartnäckig haltenden Mythos, dass der schlimme Geruch sich mit Tomatensaft beseitigen lässt. Tomatensaft richtet auch herzlich wenig gegen diese Öle aus.
  2. Du musst selbst eine Lösung mischen, um die Öle zu entfernen. Es gibt spezielle chemische Substanzen, die man gegen Substanzen, die Thiole enthalten, einsetzen kann. Du kannst zuhause selbst eine milde Version dieser Lösung mischen, die deinem Hund nicht schaden wird. Mit dem folgenden Rezept kann du eine ausreichende Menge der Lösung herstellen, um einen kleineren bzw. mittelgroßen Hund zu reinigen. Für einen großen Hund solltest du die Menge verdoppeln oder sogar verdreifachen. Mische:
    • 950 mL 3% Wasserstoffperoxid
    • 1/4 Becher Natron
    • 1 TL flüssige Handseife
  3. Zieh dir Handschuhe an. Die Lösung kann deine Haut reizen, daher solltest du Handschuhe tragen, wenn du sie anrührst und benutzt. Handschuhe sind auch wichtig, damit du den Stinktiergeruch nicht auf dich selbst überträgst, wenn du den stinkenden Hund reinigst.
    • Die Lösung kann die Haut deines Hundes ebenfalls irritieren, vor allem wenn das Tier schon Hautentzündungen gehabt hat und zu diesen neigt. In diesem Fall solltest du den Tierarzt fragen, ehe du die Lösung anwendest.
  4. Behandle den Hund draußen mit der Lösung. Es ist dir sicher nicht daran gelegen, dass der Hund den Gestank im Haus verbreitet. Außerdem ist es ratsam, das Wasserstoffperoxid draußen anzuwenden, da es Flecken auf Holz, Stoffen und anderen Haushaltsgegenständen hinterlassen kann.
  5. Reibe den Hund mit der Lösung ab. Reibe den Hund vorsichtig mit der Lösung ab, doch pass auf, dass nichts davon in seine Augen und Ohren kommt. Lass die Lösung etwa fünf Minuten einziehen — doch auch nicht länger als fünf Minuten. Spüle den Hund sorgfältig ab, da das Wasserstoffperoxid sonst sein Fell verfärben kann.
    • Sollte der Geruch immer noch am Hund hängen bleiben, kann es sein, dass du die Aktion wiederholen musst.
  6. Trockne den Hund gut ab. Ehe du den Hund wieder ins Haus lässt, solltest du ihn gut abtrocknen. Du solltest ihn weiterhin sorgfältig beobachten, um zu sehen, ob die Erfahrung mit dem Stinktier-Spray weitere Probleme verursacht hat.
    • Sollte dein Hund während der folgenden Woche noch einmal nass werden, wirst du den Stinktiergeruch wahrscheinlich wieder riechen, weniger stark allerdings als vor dem Bad. Wasche ihn wenn möglich eine Woche lang nicht.
  7. Bewahre die Lösung nicht auf. Die Wasserstoffperoxid-Lösung wird ihre Wirkung verlieren, wenn sie aufbewahrt wird. Wende sie daher sofort nach dem Anrühren an und bewahre sie nicht auf, wenn etwas übrig bleiben sollte.
  8. Benutze ein Stinktier-Entfernungsspray oder Shampoo. Es gibt spezielle Shampoos, die den Stinktiergeruch aus dem Hundefell entfernen. Diese sind jedoch wesentlich teurer als die Zutaten zu dem oben empfohlenen Hausmittel und es gibt keine Garantie, dass sie auch wirklich wirken. Dein Tierarzt wird eventuell eines dieser Shampoos statt der hausgemachten Lösung empfehlen, wenn dein Hund zu Hautkrankheiten neigt, die sich durch die hausgemachte Tinktur verschlimmern könnten.

Weitere mögliche Komplikationen nach dem Gesprüht-Werden

  1. Achte darauf, dass die Augen nicht gereizt sind. Das Stinktier-Spray kann die Augen deines Hundes extrem reizen, wenn diese direkt etwas abbekommen. Sollten die Augen des Hundes gereizt sein—er berührt die Augen mit den Pfoten, die Augen sind rot, tränen oder sind geschwollen, er blinzelt viel und kann die Augen kaum offen halten— kannst du versuchen, die Augen vorsichtig mit Leitungswasser auszuwaschen. Du solltest in diesem Fall auch den Tierarzt zu Rat ziehen.
  2. Achte darauf, dass die Atemwege frei sind. Wenn Hunde das Spray eines Stinktiers inhalieren, können ihre Atemwege extrem irritiert werden, einschließlich ihrer Nase. Sie niesen viel, die Nase beginnt zu laufen und manche Hunde sabbern. Benachrichtige den Tierarzt sofort, wenn du diese Symptome nach einer Begegnung mit einem Stinktier bemerkst.
  3. Lass den Hund erneut gegen Tollwut impfen. Auch wenn das Spray eines Stinktiers den Tollwutvirus nicht überträgt, musst du bedenken, dass Stinktiere bekannte Träger des Virus sind. Immer wenn ein Hund einem Stinktier begegnet, besteht theoretisch die Möglichkeit, dass er dem Virus ausgesetzt war. Besprich dich mit dem Tierarzt, nachdem dein Hund gesprüht wurde. Frage ihn, ob eine Auffrischungsimpfung gegen Tollwut sinnvoll ist.
  4. Ist dein Hund lethargisch, schwach und zeigt wenig Appetit? Hunde, die von einem Stinktier angesprüht wurden, können in seltenen Fällen eine sehr ernste Krankheit mit dem Namen Heinz-Körper-hämolytische Anämie entwickeln. Dies ist ein Notfall. Der Hund muss sofort vom Tierarzt behandelt werden, denn die hämolytische Anämie kann tödlich verlaufen. Anzeichen für die Anämie sind farblose Schleimhäute, beschleunigter Herzschlag, hecheln und ein schwacher Pulsschlag.
    • Wenn diese Krankheit schleichend eintritt, kann der Hund sich lethargisch verhalten, schwach aussehen und die Nahrung verweigern. Anzeichen können bis zu etlichen Tagen nach dem Besprühtwerden durch das Stinktier auftreten.

Das Risiko einer Begegnung mit Stinktieren reduzieren

  1. Behalte deinen Hund im Auge. Wenn du einen großen, offenen Garten hast, solltest du einen Teil davon einzäunen, damit der Hund sich nicht auf die Suche nach Stinktieren begibt.
  2. Benutze festsitzende Deckel auf Mülleimern. Stinktiere wühlen gern im Abfall, wenn Mülleimer fest verschlossen sind, kommen sie erst gar nicht in die Nähe davon, da weniger Geruch von diesen ausgeht. Diese Maßnahme wird auch deinem Hund zugute kommen.
  3. Kaufe chemische Abwehrmittel gegen Stinktiere. Es gibt Abwehrmittel gegen Stinktiere online oder bei Gartenläden zu kaufen. So kannst du deinen Garten gegen eine Stinktierinvasion schützen.
  4. Verschließe alle Öffnungen um dein Haus herum und im Garten. Stinktiere versuchen, unter Terrassen oder anderen offenen Gebäudeteilen zu leben, wenn der Zugang groß genug ist. Um dies zu verhindern, solltest du Öffnungen, die groß genug sind, ein Stinktier hindurch zu lassen, sorgfältig verschließen.
  5. Kontaktiere einen Tierschutzbeauftragten. Wenn du weißt, dass Stinktiere in deinem Garten leben, solltest du die Gemeinde oder Stadt verständigen. Tierschutzbeauftragte werden, je nachdem wo du wohnst, anbieten, Fallen aufzustellen oder dir helfen, wenn du die Tiere in deinen eigenen Fallen fängst, diese zu entsorgen.

Tipps

  • Es wurde beobachtet, dass Stinktiere auch gerne in weicher Erde im Garten nach Würmern und Raupen graben. Ein Beet mit Ringelblumen (Tagetes) soll diese Verhalten unterbinden.
  • Der Urin von Koyoten (auf Baumwollstoff) auf den Grenzen deines Grundstücks platziert, wird Stinktiere, Waschbären und Beutelratten abschrecken.
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