Bekämpfe Wildfeuer

Опубликовал Admin
14-12-2017, 14:00
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Ob du gern zeltest, wanderst oder einfach nur die Natur genießt, es ist möglich, dass du eines Tages wissen musst, wie man ein Wildfeuer bekämpft. Wenn du in die Mitte einer Feuersbrunst geraten bist und weißt, wie man das Feuer eindämmen kann, kannst du den Feuerwehrmännern bei ihrer Arbeit helfen und selbst dabei kein Risiko eingehen.

Hintergrundwissen

  1. Kenne die drei fundamentalen Bedingungen für ein Feuer. Es handelt sich um Hitze, brennbares Material und Sauerstoff. Die Kenntnis der Rolle dieser Elemente bei Waldbränden, ist ein wichtiger Schritt für ein erfolgreiches Feuermanagement.
    • Ein Feuer muss durch eine Hitzequelle ausgelöst werden. Dies kann eine natürliche Quelle, wie Blitzschlag oder eine menschengemachte Quelle, wie Funken eines Lagerfeuers oder glühende Zigarettenstummel sein.
    • Das brennbare Material bei einem Waldbrand ist im Allgemeinen trockenes Gras, Blätter, Moos und Sträucher. Diese Quellen brennen schnell und benötigen weniger Energie, um Feuer zu fangen als etwa große, lebendige Bäume.
    • Es muss ausreichend Sauerstoff vorhanden sein, um ein Feuer in Gang zu halten. Winde helfen nicht nur dabei ein Feuer zu verbreiten, sondern bringen auch frischen Sauerstoff mit sich und halten so das Feuer in Gang.
  2. Belege einen Kurs für Feuerbekämpfung. Obwohl du tapfer und mutig sein musst, um ein Feuer zu bekämpfen, musst du auch die wissenschaftlichen Hintergründe kennen, wenn du es erfolgreich eindämmen willst. Zu wissen, wie sich ein Feuer verhält und die Meteorologie und Geographie der Gegend zu kennen, macht es einfacher etwas gegen das Feuer zu unternehmen.
    • Kontaktiere deine örtlichen Universitäten, Feuerwehrstationen oder Parkverwaltungen. Die Feuerwehr bietet vielleicht Kurse zu Bekämpfung und Prävention von Feuern an.
  3. Beobachte das Wetter. Wie gefährlich ein Feuer ist und wie schnell es sich verbreitet hängt direkt von Windgeschwindigkeit, Temperatur und Feuchtigkeit ab. Andere Bedingungen (wie Trockenheit) können ebenfalls eine Rolle für die Stärke und Zahl von Wildfeuern in der Gegend spielen. Korrekte und zeitnahe Wetterinformationen sind unverzichtbar für die Planung und Ausführung von Strategien zu ihrer Bekämpfung.
    • Es gibt verschiedene Skalen zur Messung der Brandgefahr. Normalerweise werden diese Informationen über die Medien verbreitet, wenn eine akute Gefährdung vorliegt.

Taktiken

  1. Unterdrücke das Feuer mit Wasser. Dieser natürliche Weg ist immer noch der beste und wird es wahrscheinlich immer sein. Wasser entzieht dem Feuer die Nahrung, weil diese nass nur langsam Feuer fängt und behindert die Sauerstoffversorgung.
    • Wenn die Feuerwehr einen Waldbrand bekämpft, schließt sie ihre Pumpen an die nächstgelegene Wasserquelle an, bringt Wasser in Tanks herbei oder wirft es mit Hubschraubern oder Flugzeugen über dem Feuer ab.
    • Falls du allein oder mit deiner Familie unterwegs bist und kein professionelles Löschteam in der Nähe ist, versuche das Feuer mit verfügbarem Wasser unter Kontrolle zu halten, damit sich die Flammen nicht weiter ausbreiten können. Falls dies jedoch nicht gelingt und das Feuer an Kraft gewinnt, breche die Bemühungen unverzüglich ab, rufe die Feuerwehr und bringe dich in Sicherheit.
    • Mithilfe von Wasser kann eine Feuergrenze gelegt werden, denn der durchnässte Streifen kann das Feuer an einer weiteren Ausbreitung hindern.
  2. Auch Löschschaum kann verwendet werden. Falls du irgendwie an Löschschaum gelangen kannst, eignet sich dieser als Alternative zu Wasser, das vielleicht nicht in ausreichenden Mengen verfügbar ist.
    • Ob aus der Luft oder vom Boden aus angewendet, kann Löschschaum dabei helfen ein Feuer schneller zu löschen, da er isolierend wirkt und verhindert, dass weiteres brennbares Material sich entzündet.
    • Die Bläschenstruktur des Schaums führt darüber hinaus dazu, dass Wasser langsamer und kontrollierter versickert und brennbares Material länger feucht bleibt.
  3. Bediene dich natürlicher Barrieren, um Feuer zu bekämpfen. Flüsse, Seen, Straßen, Sümpfe oder felsige Gebiete können Feuer auf natürlichem Weg aufhalten, was es dir erlaubt, dich auf andere Stellen zu konzentrieren.
    • Alle Aktivitäten zur Bekämpfung von Feuern gehen von einem zentralen Punkt aus, den häufig einer dieser natürlichen Barrieren darstellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Feuer diesen Bereich erreicht ist eher gering und er bietet so ein Rückzugsgebiet, in dem sich Löschtrupps länger aufhalten können.

Prävention

  1. Achte auf Warnhinweise im Umkreis. Der Wetterdienst hat technologische Mittel, um festzustellen, ob erhöhte Brandgefahr besteht und wie sich ein Feuer verhält, wenn es sich entzündet hat. Wenn du also zelten gehst, informiere dich über die Situation vor Ort.
  2. Verbrenne keine Garten- oder sonstige Abfälle. Falls du ein Feuer entzünden willst, kontaktiere die Feuerwehr und finde heraus, ob dafür eine Genehmigung erforderlich ist. Wenn ja, halte dich an diese Richtlinien:
    • Achte auf die Wettervorhersage. Falls stärkerer Wind für deine Gegend vorhergesagt wird, ist es wahrscheinlich keine gute Idee auch nur irgendein Feuer anzuzünden.
    • Bereite die Feuerstelle richtig vor. Der Boden um die Feuerstelle herum sollte mindestens 3 Meter in alle Richtungen mit Kies oder blanker Erde bedeckt sein. Halte diesen Bereich feucht, während das Feuer brennt.
    • Lasse dein Feuer nicht unbeaufsichtigt. Bleibe dabei, bis es vollständig niedergebrannt ist. Um sicherzustellen, dass das Feuer wirklich gelöscht ist, gieße Wasser darüber, drehe die Asche mit einer Schaufel um und schütte erneut Wasser darüber. Wiederhole diesen Vorgang einige Male.
  3. Halte dich an Sicherheitsvorkehrungen für Lagerfeuer. Ein Freudenfeuer kann wirklich großen Spaß machen, aber wenn du keine Sicherheitsvorkehrungen triffst, besteht die Gefahr von ernsthaften Schäden. Gehe logisch und vorsichtig vor, wenn du ein Lagerfeuer entzündest.
    • Zünde kein Feuer bei großer Trockenheit an. Halte dich an Verbote auf Zeltplätzen, in bestimmten Bereichen oder bei Veranstaltungen. Wenn es keine vorgesehene Feuerstelle gibt, Feuer machen aber erlaubt ist, suche eine Stelle die mindestens fünf Meter von Zeltwänden, Büschen, Bäumen oder anderen brennbaren Objekten entfernt ist. Achte auch auf überhängende Zweige.
    • Bereite eine Fläche mit drei Metern Durchmesser vor, die vom Wind abgewandt liegt. Entferne Gras, Zweige, Blätter und Feuerholz. Achte auch darauf, dass keine Zeige oder andere brennbare Objekte überhängen. Begrenze die Feuerstelle mit Steinen.
    • Wenn du kein Wasser hast, verwende Erde zum Löschen. Vermische genug Erde oder Sand mit der Glut. Fahre damit fort, bis alles kalt ist. Achtung: Begrabe das Feuer nicht einfach, weil es unter der Oberfläche weiterschwelt und Wurzeln entzünden kann, die es zurück an die Oberfläche führen und Wildfeuer auslösen können.
      • Merke: Wenn man es nicht anfassen kann, ist es zu heiß, um es so zurückzulassen.
  4. Halte dein Equipment in Stand. Heute haben die meisten technischen Geräte eingebaute Sicherheitsmechanismen. Funkenfänger fangen heiße Partikel aus Verbrennungsmotoren ab, bevor sie Schaden anrichten können. Falls sie jedoch nicht richtig funktionieren, könnte die Verwendung einer Maschine durch die emittierten Funken an der entsprechenden Stelle einen Waldbrand auslösen.
    • Multiposition Small Engine (MSE) Funkenfänger kommen auch in Handmaschinen wie Kettensägen und Laubbläsern zum Einsatz. General Purpose (GP) Fänger werden für unbewegliche Motoren, Traktoren, Motorräder, etc. verwendet.

Tipps

  • Achte darauf, dass deine Feuerlinie breit genug ist. Eine schmale Feuerlinie könnte vom Feuer oder Funkenflug überbrückt werden.
  • Achte auf rote und schwarze Asche, wenn du ein Lagerfeuer löschst. Alles sollte feucht und kalt sein, bevor du gehst.

Warnungen

  • Bekämpfe ein Wildfeuer nicht allein. Rufe die Feuerwehr, wenn du in einer Gegend bist und ein Feuer ausbricht. Entferne dich sofort von der Örtlichkeit.
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