Einen Milchviehbetrieb gründen

Опубликовал Admin
25-01-2018, 18:00
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Um einen Milchviehbetrieb zu gründen, ist viel Geld nötig - wesentlich mehr als für eine Rinderzucht. Du solltest wissen, worauf du dich einlässt und wie du das Kapital aufbringen kannst, bevor du einen Milchviehbetrieb gründest. Falls du nicht von vorne beginnst und den Hof deiner Eltern oder Großeltern übernimmst, gibt dir dieser Artikel nochmal einen Überblick über die Lage.

Vorgehensweise

  1. Erstelle einen Business-Plan. Das ist vor allem wichtig, wenn du zum ersten Mal einen derartigen Betrieb eröffnen möchtest. Mehr Details dazu findest du in Einen Bauernhof gründen. Wenn du zum ersten Mal einen Milchviehbetrieb gründest, stelle sicher, dass du über den Umgang mit Mist, die Herdengesundheit, Futterrationen, Zuchtpläne für jede Kuh, das Kalben, Personalmanagement (da du vielleicht einige Leute beschäftigen musst, die dir helfen), Entwöhnung, die Pflege von Kälbern, Wie man eine Kuh melkt, die Futterernte etc. Bescheid weißt. Alle diese Dinge solltest du kennen, bevor du mit den nächsten Schritten fortfährst.
  2. Kapital. Falls du einen Milchviehbetrieb kaufen möchtest, der bereits über Kapital (Gebäude, Ausrüstung, Maschinen) verfügt, musst du nur kontrollieren, ob geeignete, sterile Räumlichkeiten vorhanden sind, in denen du Milch lagern und pasteurisieren kannst, und ob Ställe für die Kühe, eingezäunte Weiden, Futterplätze, Mistlager, Melkplätze und genügend Land für die Futterproduktion zur Verfügung stehen.
    • Falls du ein leeres Grundstück kaufst und alle Gebäude selbst bauen musst, solltest du Silos, Ställe, Mistlager, Ausläufe, Melkplätze und Orte für die künstliche Besamung von Kühen einplanen. Du benötigst auch einen Ort zum Kalben und einen Stall für die Kälber, die von den Mutterkühen getrennt und mit der Flasche gefüttert werden, damit du die Kühe melken kannst.
      • Stelle sicher, dass die Größe der Gebäude mit der Größe deiner geplanten Herde übereinstimmt - "nicht" der Herde, mit der du beginnst, sondern der Herde, nachdem du die Maximalkapazität erreicht hast.
  3. Finde ein Unternehmen, an das du deine Milch verkaufen kannst. Du musst dazu unter anderem auch einige Dokumente ausfüllen, die von der Regierung vorgeschrieben werden. In Kanada muss ein Bauer zum Beispiel mindestens 100 Kühe besitzen, um als Milchbauer anerkannt zu werden.
  4. Kaufe deine Kühle. Holsteiner sind eine gute Rasse, die jeden Tag sehr viel Milch geben. Stelle sicher, dass die Kühe gesund sind, viel Milch geben, gesunde Euter haben und gutmütige Tiere sind. Du kannst auch Jersey-Rinder oder Braunvieh kaufen, um die Qualität der Milch zu erhöhen.

Tipps

  • Die Herdengesundheit ist sehr wichtig für den täglichen Betrieb. Milchkühe werden relativ schnell krank und sind anfälliger für Verletzungen der Beine und Euter als Rinder zur Fleischproduktion. Außerdem können sie nach dem Kalben Milchfieber und Ketose bekommen. Um die Herde gesund zu halten, müssen strenge Gesundheitsmaßnahmen getroffen werden.
  • Erwarte, dass dein Zucht-/Abkalbungs-/Entwöhnungsplan nicht so genau definiert sein wird, wie bei Rindern für die Fleischproduktion, sondern stärker fluktuieren wird.
    • Deine Kühe müssen 365 Tage pro Jahr kalben, damit du deinen Abnehmern immer genügend Milch verkaufen kannst.
  • Mist von Milchkühen stinkt. Lass ihn nicht zu lange im Stall liegen, sondern installiere ein System, um den Mist aus dem Stall zum Misthaufen zu transportieren, was den Geruch von Ammoniak durch Urin und Mist minimiert.
  • Milchkühe benötigen hochqualitativeres Futter als Rinder für die Fleischproduktion. Sie fressen außerdem mehr, damit sie Milch produzieren können. Eine große Futterration ist dafür ausschlaggebend.
  • Stelle sicher, dass deine Kühe während des Melkens bequem stehen.
  • Lass deine Kälber mindesten einen Monat lang Milch trinken, damit sie stark genug werden.

Warnungen

  • Vermeide es, Stiere zu kaufen. Stiere von Milchkuhrassen sind gefährlicher als Stiere zur Fleischproduktion. Deshalb ist die künstliche Befruchtung für einen Milchviehbetrieb ausschlaggebend - es ist es definitiv nicht wert, dein Leben zu riskieren. Ein Spezialist für künstliche Befruchtung kann dir bei der Kuhzucht behilflich sein.
  • Beginne dieses Abenteuer nicht mit wenigen tausend Euro auf dem Bankkonto. Du kannst auch Rinder zur Fleischproduktion züchten, da ein Milchviehbetrieb wesentlich mehr Geld kostet.
  • Gründe keinen Milchviehbetrieb, falls du glaubst, dass dir alles sehr einfach von der Hand gehen wird. Du wirst jeden Tag von Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang SEHR beschäftigt sein - das Melken, die bürokratischen Angelegenheiten und die Reparatur von Maschinen nehmen viel Zeit in Anspruch. Es hilft, verlässliches Personal zu beschäftigen, das dich bei den alltäglichen Aufgaben unterstützt - doch auch Angestellte musst du kontrollieren, damit sie ihre Arbeit gut machen.
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